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6. Januar 2017

"Wir haben seinen Stern gesehen und kommen voll Freude!"

Festlicher Gottesdienst zum Abschluss der Sternsingeraktion

Fotos: Ulrich Kiehne

Selten ist die Gemeinde so glanzvoll und farbenprächtig gekleidet wie am Fest der Erscheinung des Herrn, wenn - wie am 6.1.2017 - über hundert Königinnen und Könige mit ihren Begleiter/innen und Familienangehörigen den Gottesdienst mitfeiern. 

 

Die meisten saßen im bunten Gewand in den Bänken, einige andere in den Reihen der Ministranten und des Sponti-Orchesters. Dieses sorgte zusammen mit Organistin Monika Heß für einen fröhlichen und festlichen musikalischen Rahmen. Die Sternsinger sprachen die Kyrierufe und die Fürbitten und brachten fünf Gaben zum Altar: Gold (in Form einer Spendendose), Weihrauch und Myrrhe, einen Stern, Brot und Wein.

 

Pfarrer Tobias Scholz lud die Kinder in seiner Predigt ein, auf die Könige (eigentlich Sterndeuter oder Magier) aus dem Osten zu schauen, von denen das Evangelium des Tages erzählt. Um den hellen Stern zu entdecken, hätten sie zum Himmel schauen müssen. Mit dem Blick nach oben könnten auch wir "mehr" entdecken, nämlich Gott, der es gut mit uns meine und uns durch sein Licht leiten wolle. - Weiter wird von den Königen erzählt, dass sie vor dem Kind in der Krippe niederfielen und es anbeteten. Mit diesem Blick nach unten entdeckten wir den großen Gott, der sich klein gemacht habe und den Menschen ganz nahe gekommen sei. - Drittens ist in der Bibel zu lesen, dass die Könige auf einem anderen Weg in ihr Land zurückgekehrt seien, denn sie hätten ihren Verstand gebraucht und die einschmeichelnden Worte des Herodes als Lüge durchschaut. So seien auch die Christen - denen bei der Taufe die Würde der Priester, Propheten und Könige zugesagt wird - gehalten, mit ihrem von Gott geschenkten Verstand das Böse vom Guten zu unterscheiden.

 

Herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung fand Pfarrer Scholz für die Sternsinger, Begleiter und die in anderen Diensten tätigen Helferinnen und Helfer: "Die Sternsinger sind ein echtes Aushängeschild für St. Walburga!"

 

Gemeindereferentin Irene Keil schloss sich diesem Dank an und verglich die Sternsingeraktion mit einem "kleinen Pfingsten" mitten im Januar, denn die Könige hätten die Frohe Botschaft in alle Straßen und Häuser der Pfarrei hinaus getragen. Dann präsentierte sie einige Zahlen und Fakten zur Sternsingeraktion:

 

  • 132 Buben und Mädchen stellten sich als Sternsinger/innen zur Verfügung.

  • 50 jugendliche und erwachsene Begleiter/innen betreuten die Gruppen.

  • 18 Personen waren in Küche, Kleiderkammer, als Chauffeure und in anderen zentralen Diensten tätig.

  • 19 Sternsinger und Begleiter kamen aus anderen Stadtteilen/Orten bzw. Pfarreien.

  • 16 evangelische Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben mitgemacht.

  • 28 Kinder waren zum ersten Mal bei der Sternsingeraktion aktiv.

  • Unser jüngster Sternsinger ist 4 Jahre, der Älteste (einer der "Senior Singers") 22.

  • Die drei fleißigsten Sternsinger liefen sämtliche sieben Schichten, der fleißigste Begleiter sechs von sieben Schichten. 

  • Der Begleiter mit dem weitesten Anfahrtsweg hat 1400 km zurückgelegt (von Irland nach Eibach), um mitmachen zu können.

  • In sieben Halbtages-Schichten von je drei Stunden Dauer kamen 16.204,01 € für die Projekte des Kindermissionswerks in Kenia und weiteren armen Ländern zusammen.

Neben den "Senior Singers", die sich 2017 erstmals zu einer Gruppe zusammenfanden, gab es noch eine ganze Anzahl weiterer Premieren:

  • Erstmals waren vier Sternsinger mit Gemeindereferentin Irene Keil am 29. Dezember in Neumarkt zur bundesweiten Aussendungsfeier. Es war ein toller Tag mit über 2000 Sternsingern aus ganz Deutschland!

  • Erstmals hatten wir zwei Geldzähl-Maschinen im Einsatz: eine für Münzen und eine für Scheine. Dem FabLab Nürnberg danke fürs Ausleihen!

  • Erstmals hatten wir fünf Helfer und Helferinnen in der Küche – die waren so schnell, dass das Essen schon eine Stunde zu früh fertig war!

  • Erstmals hatten wir eine eigene Süßigkeiten-Managerin, die die guten Gaben vorzüglich sortiert und verwaltet hat!

  • Erstmals hatten wir morgens vier und mittags drei Helferinnen in den königlichen Kleiderkammern: eine große Erleichterung!

  • Erstmals war eine Gruppe zusammen mit ihrer Begleiterin und Diakon Wiechers in der großen Flüchtlingsunterkunft in der Wertachstraße. Die Mädchen waren ganz bewegt von der freundlichen Aufnahme und vom Interesse der Bewohner – und davon, dass auch die Flüchtlinge für diese gute Sache Geld gespendet haben.

  • Erstmals durfte eine Gruppe im Restaurant "Kleopatra" zur besten Geschäftszeit singen und bei den Gästen sammeln.

  • Erstmals darf am Sonntag eine Gruppe beim Neujahrsempfang der CSU auftreten; wir sind gespannt, was die dann erzählen!

  • Und erstmals gibt es im Februar eine Sternsingerparty, bei der wir unser Ergebnis feiern.

 

Nach den schon mit Spannung erwarteten Geschichten von unterwegs gestand Gemeindereferentin Keil noch eine Computerpanne ein, die dazu geführt habe, dass auf einem Teil der Segenskarten die Jahreszahl 2117 statt 2017 abgedruckt ist: "Wenn Sie so ein seltenes Exemplar haben: bitte heben Sie es gut auf! Dieser Segen gilt für 100 Jahre!"

Zum Schluss bat sie die Gemeindemitglieder:"Sie könnten da weitermachen, wo wir Sternsinger gestern aufhören mussten: bei den großen Häusern am Röthenbacher Landgraben, am Einsteinring, in der Besler- und Gundekarstraße, in der Charkovstraße, am Großwiesenweg. Nehmen Sie einfach so viele Segenskarten mit, wie Parteien in Ihrem Haus wohnen, und stecken Sie sie in die Briefkästen – oder verschenken Sie sie an Ihre Freunde und Nachbarn. Gottes Segen macht das Leben hell!"

 

 

Herzlichen Dank an alle, die die Sternsinger unterstützt haben: durch einen Dienst, durch das freundliche Willkommen an der Haustür, durch eine großzügige Spende für die Kinder in Kenia und für die vielen Süßigkeiten, die die Sternsinger und Begleiter heute mit nach Hause nehmen durften!

 


Von: Irene Keil