Klösterliche Spiritualität soll im Alltag Platz finden
Nürnberg/Eibach (vb/gg) Gute Erfahrungen mit Klosterwochenenden haben in der Pfarrei St. Walburga den Wunsch geweckt, etwas von der heilsamen Spiritualität der Klöster mit in den Alltag hinein zu nehmen.
Dieses Anliegen aufgreifen und unterstützen möchte die neu gebildete Gebetsgemeinschaft „Cella St. Walburga“, wobei „Cella“ „Stadtkloster“ oder „Außenstelle“ bedeutet. Die derzeit 25 Mitglieder und Interessenten der „Cella“, bislang ausschließlich Frauen, versuchen – ihren familiären und beruflichen Möglichkeiten entsprechend – einen kleinen Teil des kirchlichen Stundengebets zu beten, morgens oder abends, wie es eben mit dem persönlichen Tagesplan vereinbar ist. Anregungen dazu gibt ein von Gemeindereferentin Irene Keil zusammengestelltes „Tagzeitenheft“.
Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder der „Cella“ zum Erfahrungsaustausch. Neben geistlichen Impulsen aus den Psalmen und der „Regula Benedicti“ wird auch besprochen, welche Anliegen die „Cella“ in der nächsten Zeit im Gebet mittragen möchte. Weltkirchliches (etwa die kürzlich erfolgte Reise von Papst Benedikt XVI. in die Türkei) wird ebenso in die Gebete eingeschlossen wie die Bitte um eine erfolgreiche Firmvorbereitung in der Pfarrei oder die Sorge um die eigenen Angehörigen. Der Austausch endet immer mit dem gesungenen Abendlob in der Kirche.
Seit sechs Jahren verbringen Frauen aus der Pfarrei mit Irene Keil regelmäßig im Herbst ein Wochenende im oberfränkischen Benediktinerinnenkloster Kirchschletten. Die Männer hingegen fahren mit Pfarrer Dieter Bock in die Abtei Niederalteich.